Brunch im Erich: Über kleine Geschwister, Acai-Bowls und warum gesund nicht immer einfach ist

Brunch im Erich, dem kleinen Bruder des Ulrich

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Lizzynow_Erich_4-1Jedem (Wahl-)Wiener unter 30 wohlbekannt ist das hippe Restaurant „Ulrich“ am Ulrichplatz im Siebten. Ulrich hat jetzt einen kleinen Bruder, den Erich, und wieso der nicht mal Frischlingsschutz braucht, um zum Lieblingskind auserkoren zu werden, könnt ihr hier nachlesen. Obwohl, eigentlich sollte man keine Kinder bevorzugen: ich hab euch beide gleich lieb.

Ich habe keinen kleinen Bruder, sonder eine kleine (mittlerweile schon große) Schwester, die mich zu meinen Frühstückseskapaden begleitet und der es auch schon nicht mehr so peinlich ist, wenn ich ihr Essen ständig abfotografiere. Nachdem wir von der Eröffnung des Erich gehört hatten und die Speisekarte schon sehr ansprechend klang, haben wir bei nächster Gelegenheit einen Blick hinein geworfen. Das Lokal ist klein und fein in der Neustiftgasse gelegen. Reservieren kann man nicht, wir hatten jedoch das Glück, sofort einen Tisch für 2 zu bekommen. Lizzynow_Erich_6-2Erich ist ein Individualist und hat auch das Frühstück dafür. Bei „Rise and Shine“ wählt man eine vegane (Tofu-Scramble) oder nichtvegane (Ei in allen Formen) Grundlage mit Sauerteigbrot (4,50€), „erhebt“ das dann mit selbstausgewählten Extras (1-2€) zum vollen Schlemmerfrühstück. Den „Shine“ bekommt man noch mit Toppings dazu (2 inkludiert).Ich habe mich für Rührei als Grundlage entschieden, als Extra dazu Avocado-Mash (kein Frühstück ohne Avocado!) und Beinschinken. Darauf gab’s noch Crispy Quinoa und frische Kräuter. Und aus Neugierde eine in Social Media als Superfood angepriesene Acai-Bowl. (Acai ist übrigens die Frucht einer südamerikanischen Palmenart, der ein besonders hoher Gehalt an Vitaminen etc. nachgesagt wird.)Lizzynow_Erich_5-1

Meine Schwester hat sich für das schon zusammengestellte Set „Schöner Erich“ entschieden (Beinschinken, Gruyère, Frischkäse, weiches Ei, Schnittlauchbutter, Räucherlachs, Knusperspeck, Mini Acai-Bowl, Joseph-Brot, Bio-Handsemmel, Vollkornbrot – 10€).Lizzynow_Erich_1-1

Zum Essen: Als First World Problem bezeichnen kann man die Unmöglichkeit, den Apfel-Minze-Eistee mit Granatapfelkernen zu genießen, ohne entweder die Kerne übrig zu lassen oder sie mit dem Löffel an den Eiswürfelhindernissen vorbeizunavigieren. Dafür hat man beim Warten auf die Speisen genug Beschäftigung (Absicht?). 😀 Das Essen kam aber trotzdem zügig – was für ein Anblick! Der Salat knackfrisch, Ei exakt gegart, schön angerichtet – von Instagram scheint man hier gehört zu haben.Lizzynow_Erich_2-1

Mein einziger Kritikpunkt ist die Acai-Bowl. Ich habe mir auch zugegebenermaßen viel erwartet. Das Püree war eher bananenlastig, vom Buchweizen darauf waren wir beide kein Fan – zu mehlig/getreidig/“gesund“, das kann aber auch daran liegen, dass ich eben kein Buchweizen-Fan bin.

Ein für mich wichtiges Kriterium hat das Erich erfüllt: man fühlt sich wohl, das Interior ist stimmig und das Lokal ist schon so gut besucht, dass man nicht mehr die Stimme senken muss, wenn man übers Essen am Teller redet.

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Alles in allem ist das Erich für mich eine Top-Location zum spontanen Freundinnen/Freundetreffen und gemütlichen Zusammensitzen bei köstlichen Frühstückskreationen. Zu Mittag gibt es übrigens auch eine eigene Mittagskarte mit warmen Gerichten. Aber das heben wir uns für den nächsten Besuch auf!

Eure Lizzy

One Day in Vienna

English version below.

Normalerweise läuft ein Städtetrip doch so ab: Hotelfrühstück, Sehenswürdigkeit 1, 2, 3 abfotografieren (ob jetzt mit oder ohne Selfie-Stick, sei dahingestellt), kaltes Sandwich zum Mittagessen, Sehenswürdigkeit 4, 5, 6 abfotografieren, Abendessen in der Touristenfalle.

Wenn ihr euch aber einen Tag lang wie „echte Wiener“ fühlen wollt, dann habe ich den ultimativen Plan für euch ausgearbeitet. Mei Plan is ned deppert. Echt jetzt.

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